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Euer Klassensekretär Detlef, GER 99

Boot putzen für Fortgeschrittene  

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(@ger2joerg)
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30. Juli 2018 13:22  

Moin zusammen,

letzte Woche hatte ich ja geschrieben, dass für das WE ein Abschlusstraining und das Aus-dem-Wasser-nehmen der Club-Boote geplant war. Das Wetter war gut (windig und ein leicht bedeckter Himmel) und Maria war dann auch soweit, dass sie konstand innerhalb der 10 sec nach dem Start an der Linie war. Auch die Kurs-Rundungszeiten haben sich um 20% verbessert. Soweit die guten Nachrichten.

In den letzten Wochen hat die Sonne sich ja bemüht die Wassertemperatur anzuheben und hat 25° geschafft. Ideale Bedingungen für die Unterwasserwelt. Der Segler an sich ist ja ein Naturfreund, wenn sich die Natur aber am Unterwasserschiff vergreift, hört die Freundschaft schnell auf. Wenn man dann auch noch so fahrlässig war, das Boot 3 Wochen im Wasser zu lassen, kommt das hier dabei raus: Bilder Vorher1+2

Ich hatte den Putz-Aufwand vorab auf 1 Std. geschätzt (mit 2 Leuten, jeder eine Seite) das war leider völlig illosorisch.

Erstbehandlung:Handelsüblichen Haushaltsreiniger der kräftigen Sorte und Handbürste.Einsprühen, einweichen lassen und in kreisenden Bewegungen mit reichlich Druck das Lebendmaterial (auf den Foto, Grün-grau) entfernen. Anschließend mit Schlauch abspühlen. Dazu bildet man 2er oder 3er Teams, einer Arbeitet 5 Minuten, übergibt dann Putze und Bürste und hat dann 5 bzw. 10 Min. Pause zur Regeneration der Muskeln. Danach sah es schon besser aus, aber nur weil die Farbe gleichmäßiger war.

Was lebt hat einen Stoffwechsel und damit Endprodukte, die ausgeschieden werden. Bei Algen ist das gern Kalk. Somit war das Unterwasserschiff mit einer 0,2mm dicken Kalkschicht bedeckt. Da war auch mit der Haushalts-WC-Putze nichts zu machen. Versuche mit dem PKW-Eiskratzer enden nach 5 Minuten, weil die Kante des Kratzers rund geworden ist. Die Idee mit dem Küchen-Ceranfeld-Schaber ist auch nicht anzuraten, außer man will eine Kraterlandschaft im GFK. Der langjährige Im-Wasser-Lieger, also der Wochend-Dickschiff-Fahrer, hat für so was dann schon mal 30%-ige Essigsäure und Säureschutzhandschuhe im Bestand. Dazu reichen wir die raue Seite eines Scheuerschwammes. Nach weiteren 60 Min ist das Boot dann schon recht ansehnlich. Bilder Nachher 1+2

Insgesamt war der Aufwand also: 2 dreier-teams (eins je Seite) und dann 90 Min Arbeit. Also insgesamt 9 Mannstunden.Zum Schluss nur noch kurz mit 6000er Schleifpaste drüber und schon ist man fast fertig. Bloß noch fix mit Nano einmassieren und schon kann die Regatta kommen.

„Fertig“ist man übrigens nicht nur mit der Arbeit, man hat auch ein schönes Training für den Schulterbereich absolviert. Und man nimmt sich vor, nächstes Jahr kein Boot mehr im Wasser zu lassen. Zumindest nicht im Hochsommer und so lange.

Grüße

JörgGER2


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