Begeisterter Frank Schönfeldt in der YACHT

Bereits kurz nach seinem Debüt in unserer Klasse bei der Internationalen Deutschen Meisterschaft am VSAW Ende August brachte YACHT-Online ein Interview mit ihm. Darin schilderte er wie diese Regatta sein Leben verändert hat.

Insbesondere die Wasser-Begegnung mit Michael (Meigl) Kern, der ohne Arme und Hände konkurrenzfähig gegen ihn segelte, hat Frank Schönfeldt nachhaltig beeindruckt, ein Erleben, das wir „alten“ 2.4-Segler als selbstverständlich hinnehmen. Bild oben von Sören Hese: Frank auf GER 1001, Michael auf GER 79.

Aber natürlich zeigte er sich auch von den Linien des Schiffes und den Trimmmöglichkeiten überzeugt. Und letztlich davon, dass hier die verschiedensten Seglerinnen und Segler chancengleich gegeneinander fahren.

Diese Begeisterung kommt jetzt auch in der Druckausgabe der YACHT vom 16.9.2020 zum Ausdruck.

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Nicht zuletzt aufgrund solcher Positivurteile nimmt unsere Klasse weiter einen tollen Aufschwung. Seit 1. Januar 2020 sind per heutigem Datum zwölf neue Segler (+12,4%) zu uns gestoßen. Danke!!

Auch die Segler-Zeitung berichtet über die IDM 2020.

Geschafft!!

Im Januar 2017 hatte der sich neu konstituierende Vorstand unserer Klassenvereinigung – obwohl noch nicht im Amt – quantitativ zwei Ziele für seine Arbeit definiert. In zwei Jahren wollte man

50 Segler in der Rang- (damals 35) und
100 Personen in der Mitgliederliste (damals 70)

haben.

Das war ziemlich anspruchsvoll; denn immerhin ist Segeln derzeit keine Wachstum-Sportart. Aber wir glaubten an das Besondere unserer 2.4mR und hatten eine ganze Reihe von Idee, wie wir unsere Klasse noch attraktiver machen konnten.

Die Rangliste 2018 wies dann auch bereits am Ende 52 Seglerinnen und Segler auf, die die Ranglistenbedingungen erfüllt hatten. Das erste Ziel war demnach erreicht.

Beim zweiten Ziel musste der Sekretär, der die Zahlen in den Raum geworfen hatte, denn doch etwas länger warten.

Ende 2018 waren wir mit 99 Mitglieder schon einmal kurz davor, ebenso wie Ende 2019 mit der gleichen Mitgliederzahl. Aber die Austritte, die jeweils am Ende des Jahres wirksam werden, entfernten uns wieder etwas vom Ziel. Jetzt aber ist es erreicht. Wir haben die 100 Mitglieder voll! Und das am Anfang unseres 20. Jubiläumsjahres. Unsere Gründungsversammlung beim Yacht-Club Berlin Grünau war am 6. Mai 2000.

Sabine Trömer aus Stade, Sven Schulz-Bell aus Münster und Thomas Peine aus Issum machten es möglich.

Damit ich am Ende 2020 nicht wieder zittern muss, sind weitere Mitglieder herzlich willkommen! 🙂

Noch 8, 7, 6, 5 … Tage

Der Countdown läuft für unseren Auftritt auf der boot in Düsseldorf, der weltgrößten Wassersportmesse, die vom 18. bis 26. Januar 2020 läuft. Zum zweiten Mal nach 2014 werden wir dort mit einem Stand vertreten sein. Im Segelcenter, wo auch die anderen Klassenvereinigungen ausstellen, sind wir präsent.

Besucht uns gerne zahlreich!!

Halle 15 Stand D 21

Während der ganzen Woche halten Mitglieder unserer Klassenvereinigung dort Wache geben Auskunft und informieren Interessierte. Auch unsere europäischen Freunde Wieta Jonker (NED) und Alexander Sadilek (CZE) werden an einigen Tagen dort sein. Denn wir wollen auch auf diese Weise klar machen, dass wir eine weltweit vertretene Klasse sind und die internationalen Gäste der boot auch in ihrer Landessprache kontaktieren.

Insofern wird auch dieses Logo weit in die Halle hinein strahlen:

Zu sehen gibt es die neue Super 3 aus Großbritannien. Darüber hinaus haben wir eine Bilder- und Videoschau laufen, die jedem auch visuell klarmachen soll, was für ein tolles Schiff wir segeln.

Letztlich haben wir für jeden Interessierten an unserer Klasse einen Flyer vorbereitet, der kurz und knapp unser Boot vorstellt. Dafür gibt es auch tschechische, englische und schwedische Übersetzungen:

Vorderseite
Rückseite

Wir sehen uns auf der boot Halle 15D21!!

Mitgliederversammlung 2019

Die Segelsaison ist gelaufen und so ist Zeit noch über aufgelaufene Entwicklungen zu berichten. Die Mitgliederversammlung 2019 fand am 4. Oktober am Rande der Internationalen Deutschen Meisterschaft in Essen statt. Hier die wichtigsten Ergebnisse – im Protokoll findet Ihr alle Details.

Ulli Libor geht inseinem Tätigkeitsbericht als Vorsitzender insbesondere auf die folgenden Punkte ein:

  • Mit unser Webseite, den Förderungen durch die IMMAC Sailing GmbH, der Mixed Inclusion Trophy, dem KV-Boot Dank Schenkung durch Michael Kempf, unserem Engagement in der Internationalen KV haben wir ein bewegtes und sehr erfolgreiches Jahr hinter uns.
  • Für 2020 planen wir einen Stand auf der boot 2020 in Düsseldorf offen auch für unsere europäischen Freunde aus Frankreich, Niederlande, Tschechien.

World Sailing wird ab 2020 keine gesonderten Para-Weltmeisterschaften mehr organisieren. Vielmehr wird es während der regulären Weltmeisterschaften der Internationalen Klassenvereinigung eine gesonderte Behindertenwertung geben – übrigens eine vehemente Forderung von unserer KV.

Dies nimmt die Mitgliederversammlung zum Anlass, sich einstimmig auch (wieder) für eine Deutsche Meisterschaft des Deutschen Seglerverbandes auszusprechen, in der es dann auch eine Behindertenwertung des Behinderten Sportverbandes geben kann.

Der Sekretär Detlef Müller-Böling berichtet über seine Aufgabengebiete der interne und externe Kommunikation, Mitgliederverwaltung sowie Finanzen:

  • Die Webseite www.2punkt4.de wird sehr aktiv – auch von unseren europäischen Nachbarn – genutzt.
  • Der Verklicker dient in erster Linie der internen Kommunikation für die Mitglieder, die nicht regelmäßig die Webseite besuchen, und findet ein positives Echo.
  • Nicht zuletzt aufgrund der vielfältigen erfolgreichen Marketinganstrengungen ist die Mitgliederzahl seit Antritt des augenblicklichen Vorstands im Jahre 2017 erheblich gestiegen. Damit sind wir bei weitem die größte nationale Klassenvereinigung weltweit (Italien folgt mit ca. 40 Mitgliedern!!), darüber hinaus im Gegensatz zu den meisten anderen Ländern stark wachsend.
Stand September 2019
  • Die finanzielle Situation konnte 2018 nach angespannter Haushaltslage in 2017 mit einem deutlichen Plus abgeschlossen werden. Dies lag nicht zuletzt an den Spenden, die überwiegend aus dem Mitgliederbereich kamen. So soll die Finanzsituation fortgesetzt werden.

Die Kassenprüfer Michael Jakobs und Stefan Kaste fanden nichts Anstößiges und so wurde der Vorstand entlastet und die Haushalte verabschiedet.

Turnusgemäß wurden auch der 1. Vorsitzende Ulli Libor, der Sekretär Detlef Müller-Böling, der Technikobmann Jörg Feder sowie die beiden Kassenprüfer wieder gewählt. Damit ist der neue Vorstand der alte!

Intensiv wurde abschließend diskutiert, ob weiterhin jeweils der 3. Deutsche einen Regattabericht für die Webseite schreiben soll, da es mittlerweile mehrfach dieselben Personen getroffen hat. Alle sprachen sich dafür aus, dass weiterhin wechselnde Seglerinnen und Segler Berichte verfassen sollen. Einstimmig wurde die folgende Regelung beschlossen:

Ab 2020 schreibt jeweils der 10. Deutsche den Bericht. Bei weniger als 10 deutschen Teilnehmern schreibt der letzte Deutsche.

17 KV-Mitglieder bei WM in Genua

Ein starkes deutsches Feld von 2.4mR Seglerinnen und Seglern ist derzeit in Genua, um den Weltmeistertitel oder andere ehrenvolle Plätze zu erkämpfen. Zwei Damen und 15 Herren gehen heute zum practice race (Proberennen) und ab morgen bis Freitag in insgesamt 10 geplanten Wettfahrten an den Start.

Die Deutschen sind nicht nur quantitativ eine starke Gruppe, sondern haben etwa mit Kalle Dehler, Heiko Kröger, Ulli Libor, Jan ten Hoeve und Christoph Trömer durchaus auch Titelaspiranten bzw. Anwärter auf Podiumsplätze in ihren Reihen. Für einige zur Herausforderung werden die 91 Boote aus 15 Nationen an der Startlinie sein. Aber dann gilt eben: Dabei sein ist alles.

Gestern gab es auch bereits die Mitgliederversammlung der Internationalen Klassenvereinigung, in der Ulli für die Deutsche KV einige Akzente setzte (siehe auch Protokoll der Mitgliederversammlung 2019 der Deutschen KV). Mit der Wahl von Hanns Hermann Lagemann (GER) und Jean-Paul Alexander (BEL) ins Executive Committee (Vorstand) wurde der zentraleuropäische Einfluss verstärkt. Darüber hinaus wurde unserem Antrag entsprechend ein Marketing Committee mit Budget eingerichtet.

Ab jetzt geht es aber erst einmal ums Segeln!

Mathias Kortke zum Ehrenvorsitzenden ernannt

Der Vorstand der Deutschen 2.4mR Klassenvereinigung hat am 5. Oktober 2018 beschlossen, Mathias Kortke wegen seiner Verdienste um die Bootsklasse 2.4mR in Deutschland zu ihrem Ehrenvorsitzenden zu berufen.

Der Vorstand würdigte damit eine mehr als 17jährige Tätigkeit als Vorsitzender der KV. Es begann damit, dass im Mai des Jahres 2000  zehn 2.4-Segler beim Yachtclub Berlin-Grünau zusammen in der Sonne um einen Tisch herum saßen. Einige hatten die Gründung einer Klassenvereinigung vorbereitet.

Matti Kortke wurde zum ersten Vorsitzenden gewählt. Und das war eine gute Entscheidung. Mit Akribie ging er die Sache an, erledigte all die formalen Dinge von der Eintragung ins Vereinsregister bis zur Konteneröffnung. Er schuf eine Webseite und ermöglichte die Kommunikation untereinander per Mail – alles unter höchsten datenschutzrechtlichen Standards. Die schwierigen Beziehungen einer vorerst sehr kleinen Gemeinschaft zum mächtigen DSV unterhielt er ebenso wie die aus anderen Gründen nicht immer problemfreien Kontakte mit dem Deutschen Behinderten Sportverband. All dies nach innen wie außen stets auf eine verbindliche, aber auch direkte und entschlossene Art und Weise.

Die Klasse verzeichnete, nicht zuletzt dank seines Einsatzes, einen großen Aufschwung. Aus den 10 Seglern wurden unter seiner Ägide knapp 70 überzeugte 2.4-Segler in Deutschland. Aus zwei (!) Regatten in Deutschland (Müggelsee und IDM in Schleswig) im Jahre 2000 wurden 11 im Jahre 2017. Das sind Entwicklungen, die nicht von selbst eingetreten sind, sondern auch auf den Leistungen von Matti beruhen. Er selbst segelte fast immer mit auf GER 42 mit dem Namen „2und4zig“.

Matti beim Start auf dem Edersee in guter Leestellung

Als sich die Rahmenbedingungen nicht zuletzt aufgrund des großen Wachstums für die Klassenvereinigung stark verändert hatten und eine neue Mannschaft antrat, machte er den Weg frei, wenn auch mit innerer Überwindung, aber immer in der Überzeugung, der 2.4mR-Klasse zu dienen. Dass er sich seit längerem bei anderen Aufgaben engagieren musste, grenzte sein zeitliches Budget für die KV darüber hinaus weiter ein.

Matti, die Klassenvereinigung hat Dir überaus viel zu verdanken! Du hast Dich um die Klasse 2.4mR in Deutschland verdient gemacht und trägst damit zu Recht nunmehr den Titel „Ehrenvorsitzender“.

Detlef Müller-Böling, GER 99

Medienpräsenz 3/18 ganz groß

Langsam trägt unsere Medienarbeit Früchte. Das Thema 2.4mR wird jetzt in Verbindung mit Inklusion richtig dargestellt. Unser Schiff ist nicht mehr das „Behinderten“-Boot, sondern eine Rennyacht, wo Behinderte und Nicht-Behinderte „offen“ miteinander um den Sieg streiten.

Wie die SEGLER-ZEITUNG in der Ausgabe 8/2018 berichtet, betonte der Regatta-Organisationsleiter Dirk Ramhorst bei der Kieler Woche, dass die Para EM der 2.4mR als offene Wertung auf die Bahn geschickt werde. Karsten Krage, Vorsitzender des Kieler Yacht Clubs, meinte bei der Eröffnung: „Wir haben schon häufig erlebt, dass Segler mit Behinderung, die ohne geschlagen haben.“ Das sollte sich denn auch bewahrheiten. Denn erst auf dem sechsten Platz landete ein Segler „ohne“: Ulli Libor.

Insgesamt hat in jedem Fall die SEGLER-ZEITUNG realisiert, dass unsere 2.4mR Eine Bootsklasse für jedermann (und -frau 🙂 ) ist. Ulli ist auch hier unser überzeugender Werbeträger.

Nicht nur die Menge der Berichterstattung, sondern auch die richtige Message freuen uns und führen dazu, dass wir allein seit der Kieler Woche drei Segler als Neuzugänge in der Klassenvereinigung zu verzeichnen haben. Und hinter den Kulissen knistert noch mehr …

Kieler Woche – Bilderpotpourri, natürlich mit 2.4er

 

Angekommen – logo

Da ist er zugestellt, der neue Aufkleber unserer Klasse. Und klasse sieht er aus. Das Ding macht jetzt jedes Auto zum Klasse(n)wagen.

Poldi hat die formschönen und individuellen Aufkleber verschickt. Und wer noch keinen bekommen hat, sollte den Klubchef oder seinen Klubkameraden ansprechen; denn bei etlichen Klubs sind Sammelbriefe versandt worden, um Porto zu sparen. Und der Sekretär hat auch noch welche, nämlich von den KV-Mitgliedern, die die Datenschutzerklärung noch nicht unterschrieben haben …

Für die Mehrzahl der Mitglieder heißt es jetzt aber: Endlich können wir Logo zeigen!!

Medienpräsenz

Langsam bekommen wir als Klasse auch eine Medienpräsenz. Die Segler-Zeitung hat jetzt regelmäßig unsere Daten als Klassenvereinigung in ihrem Klassenraum – ganz vorne noch vor den 5.5ern.

Darüber hinaus gibt es zum Auftakt einen lesenswerten Artikel unseres Vorsitzenden Ulli Libor, der sich mit den Anforderungen an das Segeln im 2.4er auseinandersetzt.

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Kommentare sind sehr willkommen.

Darüber hinaus erwarten wir weitere Artikel zu unseren Regatten und sonstigen Erlebnissen, die auch klassenfremden Seglern gefallen könnten. Also Schriftsteller vor!

 

 

 

 

 

Michael Büsing ist nicht mehr

Michael Büsing, li., Preisverteilung Edersee 2017

Er hat seinen letzten Törn angetreten. Michael Büsing ist am 20. Februar 2018 verstorben. Seit fast einem Jahrzehnt war Michael aktiver 2.4-Segler und Mitglied unserer Gemeinschaft.

Er war glücklich, wenn er in seinem Boot Regatten mit uns segeln konnte. Dabei waren ihm auch Wege nach Italien nicht zu weit. Selbst Weltmeisterschaften scheute er nicht – wie noch letztes Jahr in Sneek. Er segelte eher nicht ganz vorne, aber meist in der ersten Hälfte, manchmal aber gelangen ihm auch Bravourstücke – wie noch im letzten Jahr mit dem dritten Platz bei der IDM Para in Prien.

Er war unglaublich kommunikativ und konnte Geschichten erzählen ohne Ende. Wir verlieren mit ihm einen engagierten 2.4-Segler.

Unsere Gedanken sind bei seiner Familie, insbesondere seiner Frau Petra.