7. Nevellüüchtregatta im Bericht


Die Meldeliste mit 33 Booten versprach schon im Vorfeld Regatten auf hohem Niveau und so kam es dann auch. Viele nutzten das Wochenende vor der DM in Berlin um neues Material und sich selbst zu testen.

Wegen der vielen Teilnehmer mussten die Liegeplätze zwischen Plauer Haie Gelände und dem Sadthafen geteilt werden, den habe ich am Freitag zeitig um 1400 angelaufen. Nun hätte ich gedacht einer der ersten zu sein, aber nichts da. Die erste Trainingsgruppe hatte sich schon zum Schlepp verabredet und absolvierte am Nachmittag, bei ordentlich Wind, eine volle Trainingseinheit. Da wird nichts dem Zufall überlassen.

Ich hatte derweil einen Termin mit Jörg Feder zur Kontrollvermessung und Abends dann auch einen Sinktest. Durch die professionelle Ausrüstung, mit C Schlauch und Tauchpumpe, hat das reibungslos geklappt. Auch mein 2.4er ist unsinkbar und hat alles gut überstanden, obwohl es einem schon ein wenig weh tut das Schiff so voll laufen zu sehen. 

Volles Schiff

Samstagmorgen dann kurze Besprechung und raus auf den See. Am Anfang etwas kalt aber Sonne und leichter Wind gaben ideale Bedingungen. Guter Start, guter Speed, gutes enges Rennen und dann – fahre ich nach der zweiten Runde am Ziel vorbei! Da habe ich wohl etwas nicht richtig mitbekommen und auf unserm „Dickschiff“ haben wir dafür immer einen Navigator an Bord. Hier im 2.4 muß man alles alleine machen!

Die geplanten drei Wettfahrten konnten planmäßig durchgezogen werden und mit jedem Meter auf dem Wasser lernt man das Boot besser kennen. Schon wirklich erstaunlich wie sensibel und feinfühlig man mit allem umgehen muß. Mit Gewalt geht da gar nichts.

Die gemeinsame Abendveranstaltung fand dann in der top hergerichteten Winter-/Werkhalle der Plauer Haie statt. Bei tollem und reichlichem Essen, überall auf allen Tischen fand man hervorragende Speisen.

Für die richtige Einstimmung allerdings sorgte „Poldi“ mit seiner mehr als lebhaften Schilderung – „Die Rettung von der Sandbank“. Die Plauer Haie hatten für den im Hafen festgekommenen, einen beispiellosen Rettungseinsatz geliefert. Diese Aktion wird sicher in die Geschichte des Clubs eingehen.

So mancher erkundigte sich nach der genauen Lage der Untiefe, in der Hoffnung sich auch einmal so retten lassen zu können. Er hat das alles noch einmal selber aufgeschrieben, das ist eine eigene Geschichte wert.

Früh ging es dann am Sonntag weiter, bei diesmal wirklich traumhaften Bedingungen. 6-10 kn Wind längs über den See, so dass sich auch schon etwas Welle aufgebaut hatte. Bei diesen Bedingungen weiß man, warum das Wassersport heißt was wir da betreiben. 

Schlussendlich war Uli Libor nicht zu schlagen und eine Klasse für sich. Nicht so weit weg, aber eben doch meistens diesen Tick weiter vorne. „Bieber“ sicherte sich mit einem fulminanten Schlussspurt den zweiten Platz wärend ich im letzten Rennen noch den dritten, knapp vor Jürgen, sichern konnte.

Das ganze Feld war unglaublich dicht zusammen jeder Fehler bedeutete direkt Platzverlust. Wärend man in anderen Klassen und auch im Dickschiff um jeden Meter kämpft, spielt sich das beim 2.4er im cm Bereich ab. Einfach unglaublich wie konzentriert man bei der Sache bleiben muß.

Klönschnack nach den Rennen

Ein wunderbares Wochenende, danke an die Ausrichter und die tolle Aufnahme in der Klasse. Freuen wir uns auf Berlin.

Kalle Dehler

GER 10 „HAPPYEND“

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