Foilende 2.4mR

Foilende 2.4mR
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Motten taten es als erste. Laser können es mittlerweile auch. Und jeder Segelinteressierte hat die um die Welt foilenden Vendée Globe Yachten verfolgt. Ja, Foilen revolutioniert die Segelei und die Yacht hat dem Thema einen Schwerpunkt im Märzheft gewidmet.

Und nun kommen sie auch in der 2.4mR Klasse, die Foils, um uns in eine andere Geschwindigkeitskategorie zu beamen. Acht Knoten auf der Welle sind bisher bei uns drin – einige berichten auch von 11 Knoten (aber das ist vielleicht ein wenig Seemannsgarn, wie ja auch bei den Windstärken in Erzählungen stets um 1 – 2 Bf gefaked wird). Mit Foils sind aber 1 bis 3 Knoten sicherlich mehr drin, wie Professor Dr. Felted Rellüm von der Hochschule Bremen nach Tanktests mit einem 2.4er-Modell ermittelte.

Chistera-Foils beim Figaro 3 von Beneteau

Relativ einfach zu installieren sind sogenannte „Chistera“-Foils, wie sie etwa bei der neuen Figaro 3 von Beneteau installiert sind. In Lee geben sie auch dem 2.4er soviel dynamischen Auftrieb, dass bei sieben Knoten Wind rund 5 Prozent Geschwindigkeitszuwachs und bei 18 Knoten  rund 10 Prozent mehr drin sind. Das hört sich zuerst einmal nicht nach sehr viel an, aber in der Realität auf dem Wasser wird man nur noch die Heckwelle des foilenden 2.4er sehen können.

Vorteil bei den Chistera-Foils: Sie lassen sich „einschieben“, so dass man bequem nah am Steg anlegen kann – für Rolli-Fahrer unabdingbar.

Die ersten Foils bei einem 2.4er werden derzeit in einer Garage irgendwo in Deutschland eingebaut. Leider will der Eigner sich bisher noch nicht outen. Aber die große augenblickliche Nachfrage gerade auch nach alten 2.4ern zeigt, da sind noch mehr an der Entwicklung dran!

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9 Comments

    • Jörg GER2

      Hallo Ulli,
      da steckt ja gerade der Reiz, aber auch die techn. Schwierigkeit:
      Wenn Du Dir obige Beschreibung ansiehst, wird klar, die Foils sind 60-80 cm in Lee.
      Heisst, wenn das Boot foilt, verschiebt sich der Schwerpunkt des Ballastes um 60-80 cm nach Luv.
      Vom aufrichtenden Moment ist das ungefähr das Equivalent von 90-100 Kg.
      Heisst im Umkehrschluss: 90- 100 Kg Blei könnten raus.
      Um das bei langsamer Fahrt (also ohne Foilen) auszugleichen, soll in die Kante zwischen Deck und Bordwand ein Schlauch, der das Gewicht als Wasserballast aufnimmt. Das kann man dann auch komplett nach Luv pumpen, was den Windbereich in dem aufrecht gesegelt wird, deutlich erhöht.

      An so etwas zu Basteln ist nun die eine Sache. Das nächste Problem ist aber die Klassenregel.
      Wir sind „offen“, das heist, alles was nicht verboten ist, ist erlaubt.
      Ihr könnt Euch vorstellen wie ein Foiler die Klasse „auf den Kopf stellen“ würde. Alle bisherigen Boote wären nur noch Freizeit-Nachen. Jeder, der ein wenig Ehrgeiz hat, bräuchte einen Foiler. Die Int KV ist im Moment regelrecht paralysiert von dieser Gefahr.
      Falls Ihr mir das alles nicht glaubt: Seht doch mal auf der Seite der Int-KV nach.
      Seit September 2015 werden keine Besprechungsprotokolle mehr veröffentlicht. Und das liegt nicht daran, das es keine Besprechung gab.
      Bitte: Das waren vertrauliche Infos, nicht bei Facebook posten, sonst ……..

  • Jörg GER2

    Ich kann da beruhigen, aber auch ein wenig desillusionieren: Das ist lange noch nicht soweit. Die Foils heben den Rumpf aus dem Wasser, klar. Heisst aber auch, das Boot hängt quasi an den Foils. Bei den bisherigen Versuchen ist deshalb schnell das Deck rausgerissen, danach hats den Mast gelegt und das Boot war Totalschaden. Deshalb auch der ständige Gebrauchtbootbedarf. Der Entwickler will sich aber nicht entmutigen lassen, nur ist halt auch noch lange kein Termine für eine öffentliche Vorführung absehbar.
    Joerg

  • Also, das ist wohl eher kein Aprilscherz, obwohl der Redakteur sich heute nicht mehr an die genauen Informationen, die ihn zu dem Artikel verleitet haben, erinnern kann. Weil ja schon der 2. April ist.
    Aber eigentlich tendiere ich zu Rudis und Jörgs Ansichten. Irgendwie muss da was dran sein …

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